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DV35G - Die
Hintergründe
Hinweis: Der DV35G ist inzwischen fertig. Und in der Geschichte der Hintergründe verändert sich ständig viel. Diese Seite wird nicht weiter aktualisiert. Wer genauere Hintergründe als Ergänzung zu dieser Seite hier lesen möchte, der sollte das unter www.35mm-adapter.de tun. Die Hintergründe dort werden zumindest in einigen Abständen aktualisiert. Danke ... und weiter .... Der erste 35mm-Adapter für DV-Kameras war vermutlich der Mini 35 Digital Adapter der Firma P+S Technik. Filmmaterial für 35mm Filmkameras ist teuer (im Kauf und der Entwicklung). Alternativ wollte man auf DV-Video aufzeichnen, aber nicht auf die Optik und Bildästhetik von 35mm Kameras verzichten. So kam es möglicherweise zur Konstruktion des ersten kommerziellen Adapters. Doch wieso benötigte man die 35mm-Optiken ? Die Schärfentiefe Wer sich 35mm Filme (z.B. Hollywood-Produktionen) einmal genauer ansieht, der wird feststellen, daß in diesen Filmen vom Kameramann viel mit der Schärfentiefe gearbeitet wird. Wer genauer darauf achtet, wird sehen, daß die Einstellungen meist so gefilmt werden, daß, umso näher die Kamera an den Personen (oder Objekten) dran ist, umso unschärfer wird der Hintergrund dargestellt. Damit kann man die Aufmerksamkeit des Zuschauers nicht nur durch Verwendung einer nahen Einstellung, sondern auch durch Gestaltung des Bildinhaltes mit der Schärfe auf das Wesentliche der Szene lenken. In der Totalen ist meist das ganze Bild scharf dargestellt, und in einer Nahen oder einem CloseUp, ist nur die handelnde Person scharf dargestellt und der Hintergrund ist unscharf. ![]() Bild 1: Vorder- und Hintergrundschärfe Dies ist also ein gestalterisches Mittel des Kameramannes um die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu lenken. DV-Kameras Die zahlreichen Hobbyfilmer oder vielleicht auch Filmstudenten, die sich die Kosten von 35mm Film nicht leisten können, würden dieses gestalterische Mittel natürlich auch gern einsetzen. Heutzutage (ca. in den Jahren 2002 - 2004) verwenden die angesprochenen Gruppen in der Regel DV-Kameras, da die Kameras selbst preiswert sind, und auch die Bandkosten im Vergleich fast hinterhergeworfen sind. DV-Kameras können aber die gewünschte Schärfentiefe nicht erzielen. Daran können auch Wechselobjektive nichts ändern. Der Grund ist in der geringen Chipfläche des CCD-Sensors zu suchen. Die Variation der Schärfentiefe ist im wesentlichen auch von der Fläche abhängig, auf die das aufgenommene Licht schließlich fällt. Im Fall von 35mm Film ist dies eben ein 35mm breiter Film. Bei Kleinbild Spiegelreflexkameras ist dies eine 36x24mm große Fläche, also sogar etwas größer als 35mm Film. Bei DV Kameras hat der Sensor aber oft nur 3-10 mm !! an horizontaler Breite. to be continued ... (Ich habe noch niemanden finden können, der mir das mal richtig erklärt hat. Warum das jetzt physikalisch so ist mit dem Unterschied zwischen 3mm CCD und 35mm Film. Die Darstellung auf Oscars Seite der DoF Machine ist zwar anschaulich, zeigt aber lediglich die Symptome und nicht die Ursachen. Wer da was weiß ... bitte, bitte mailen ! ;-)) Das Prinzip Da die Chipfläche der DV-Kamera unveränderlich ist, musste eine andere Lösung gefunden werden. Und im Endeffekt heisst das, ein komplettes anderes optisches System vor der DV-Kamera zu betreiben und mit dieser dann das Ergebnis der anderen Optik nur noch aufzunehmen. Es gibt inzwischen viele Varianten in diesem Ansatz, aber das Prinzip ist immer das gleiche. Mit leistungsfähigen Optiken wird das Bild eingefangen und auf eine Mattscheibe projeziert. Von dort nimmt es dann die DV Kamera auf. Vereinfacht sieht das so aus: ![]() Bild 2: 35mm Adpaterprinzip Varianten Wer das Prinzip zuerst angewendet hat entzieht sich meiner Kenntnis. Aber fangen wir ruhig mit dem kommerziellen System an. Die Firma P+S Technik stellt den Mini35 Digital Adapter her. Er kann an verschiedene DV-Kameras angeschlossen werden. Die Canon XL1 ist hier wohl die beliebteste. ![]() Bild 3: mini35DIGITAL von P+S Technik (Bild © P+S Technik) Das erste _mir_ bekannte Selbstbausystem war der DV35K von Matthias Fleischer. Das K stand für Kleinbildkamera, da er als optisches System eine Nikon F 3 Spiegelreflexkamera verwendet hat. An dieser war ein Sportsucher befestigt von dessen Mattscheibe Matthias mit einer Panasonic MX300 abgefilmt hat. Soweit man es bei entsprechenden Beschreibungen im Netz, und auch auf seiner endlich fertiggestellten Website dazu erkennen kann, werden die optischen Komponenten einfach zusammen-'gegaffert'. Die Schiene ist jedoch robust aufgebaut, um dem rauhen Spielfilm Einsatz gerecht zu werden. ![]() Bild 4: DV35K (Bilder © Matthias Fleischer) Nachdem ich selbst mit dem Bau eines Adapters begonnen hatte, fand ich dann noch eine Beschreibung eines weiteren Adapters. Der DV35M Adapter verwendet eine Pentacon Mittelformatkamera und filmt über einen Spiegel und auf der Seite von deren Mattscheibe ab. ![]() Bild 5: DV35M (Bilder © Nicolai Wolf) Die rotierende Mattscheibe, um das Grain zu reduzieren, hat aber auch eine gewisse Magie ausgeübt und zu Selbstbauten geführt. Das ganze Thema ist über mehr als 1000 Postings im Forum von dvinfo.netdiskutiert und beschrieben. Die dort diskutierten Originale sind der Agus35 und der Aldu35 (wobei der Aldu35 eine feststehende Mattscheibe hat). Schade, daß der Agus35 Initiator es bisher nie geschafft hat eine brauchbare Anleitung ins Netz zu stellen, und die Idee inzwischen Versilbern will. Aber es finden sich einige Abbildungen des Prinzips, sowie zahlreiche Demo-Filme und -Bilder. Die erste brauchbare Anleitung hat Oscar von mediachance.com mit der DoF Machine ins Netz gestellt. ![]() Bild 6: DoF Machine (Bilder © Roman Voska (Oscar)) Dies sind die bisher am besten dokumentierten Beispiele für 35mm-Adapter (soweit ich das weiß ;-). Daneben gibt es sicherlich weitere, die bereits im Einsatz sind/waren, aber im Internet nach meiner Kenntnis nicht weiter dokumentiert sind. Allerdings sind mir einige richtige Billig-Varianten zu Ohren gekommen ;-) Dazu zählt zum Beispiel mein Butterbrot-Adapter. Durch eine Katzenfutterdose wird auf ein Butterbrotpapier statt einer Mattscheibe abgefilmt. ![]() Bild 7: Butterbrotadapter Zwei Prinzipien Meines Erachtens kann man nur zwischen zwei Prinzipien unterscheiden. Und das teilt sich auf in Adapter mit feststehender Mattscheibe und Adapter mit rotierender Mattscheibe. Bei der rotierenden Mattscheibe kann man auch schlechtere Qualitäten der eigentlichen Mattscheibe verwenden (z.B. selbst angeschliffene CD-R-Dummys), da die sichtbaren Nachteile durch die Rotation wieder ausgeglichen werden. Bei den Adaptern mit feststehender Mattscheibe, entscheidet jedoch in aller Regel die Qualität der verwendeten Mattscheibe über das Ergebnis. Für No-Budget-Filmer sind beide Prinzipien vermutlich etwa gleich teuer. Was der eine in Kosten für einen Motor steckt, investiert der andere für eine bessere Mattscheibe (z.B. den unten von mir erwähnten Glasscreen). Von der Idee, beide Welten zusammenzuführen, halte ich verhältnismäßig wenig. Erstens wird die Herstellung eines kreisrunden Glasscreen in CD-Ausmaßen mit Loch in der Mitte, vermutlich ein lustiges Unterfangen. Der Hersteller wird vermutlich auch Probleme haben die beiden Scheiben in der Mitte zu verkleben. Und zweitens habe ich den Eindruck, daß es hier um eine Entweder/Oder Geschichte geht. Entweder man konzentriert sich auf das eine Prinzip, oder auf das andere. Jedes hat seine eigenen Herausforderungen. Ich fände es aber auch interessant wenn mir jemand Ergebnisse mailt, der beiden Welten verheiratet hat. Aber ich glaube, daß das den Aufwand nicht lohnt. Hauptprobleme Das oben angedeutete Prinzip ist einfach, und die beiden Adaptertypen sind eigentlich auch gar nicht so schwer herzustellen. Aber die Probleme wurden oben schon angeschnitten und hier noch einmal detailliert dargestellt, sowie, wenn vorhanden, entsprechende Lösungswege aufgezeigt. Beginnen wir mit der Verschmutzung. Fast alle, die derartige Adapter gebaut haben, berichten über Staub etc., welcher in die Konstruktion eindringt und sich auf die Mattscheibe oder sonstige Komponenten legt. Dieser ist dann statisch im Ergebnisbild zu sehen und stört natürlich sehr. Dies liegt natürlich daran, daß die meisten ihre Konstruktionen einfach mit Tape zusammengaffern. Im Sinne von No-Budget ist das okay. Aber die Drehphase könnte viel stressfreier sein, wenn man mit diesem Problem nicht kämpfen muss. Dazu ist eine geschlossene Konstruktion erforderlich, in die einfach kein Staub eindringen kann. Dies ist natürlich unwesentlich teurer und aufwendiger, loohnt dann aber, weil der Adapter in der Handhabung einfacher wird. Geschlossen wird ein System für mich dadurch, daß zum Anschluß von Objektiven ein Standardbajonett vorhanden ist, welches im Zweifel auch mit einem Objektivdeckel verschlossen werden kann. Also minimale Öffnungszeiten an dieser Stelle, wie man sie auch von Spiegelreflexkameras gewohnt ist. Der Anschluß der DV-Kamera muss ebenfalls über ein Bajonett erfolgen bzw. über ein Schraubgewinde welches den Durchmesser der verwendeten Kamera hat. Unabhängig vom sonstigen Konstruktionsprinzip (Rotierend/Feststehend) muss der ganze Kram dazwischen in eine geschlossene Konstruktion, die richtig gedichtet ist (mit Silikon oder sonstigem). Auf diese Art und Weise kann man Schmutz effektiv heraushalten. Das zweite Problem ist der Hotspot. Dieser scheint allen Adaptern gemeinsam zu sein, die mit geätzten Mattscheiben (z.B. Sportsuchern oder Mittelformatmattscheiben) arbeiten, sowie den rotierenden CDR-Dummy Mattscheiben. Die Bildmitte erscheint einfach heller als die Kanten und die Ecken. ![]() Bild 8: Hotspot-Prinzip (simuliert) Das nächste Problem ist der sogenannte Grain. Nehmen wir eine geätzte Mattscheibe, so hinterläßt der Ätzproßes darauf eine Struktur. Damit wird das transparente Glas ja erst zur Mattscheibe. Beim Abfilmen ist dieser Grain jedoch erkennbar und wird als Körnigkeit wahrgenommen. ![]() Bild 9: Extremes Grain von Butterbrotpapier Für die Fraktion der stehenden Mattscheiben ist die Lösung nicht so einfach. Je höher die Qualität der Mattscheibe, umso so geringer das Grain, und umso höher der Preis. Aber auch hier leistet der erwähnte Glasscreen verblüffendes. Beim Glasscreen verwendet man zwei 2mm starke, völlig glatte Glasscheiben. In einem Tauchbad wird zwischen den Scheiben eine hauchdünne Parafinschicht eingebracht. Dann werden die Ränder verklebt. Das Parafin (also fast wie Kerzenwachs ;-) hat selbst eigentlich keine Körnigkeit aufzuweisen, und die verbleibende Körnung hängt nur von der Qualität des Glases ab, also wie groß die porösen Öffnungen der Oberfläche sind. Und das ist gering. Auch hier punktet der Glasscreen wieder deutlich gegenüber normalen Mattscheiben. Ein weiteres Problem stellt die Ausrichtung des Bildes dar. Ausgenommen hiervon sind Adapter, die durch den Sucher einer Kamera filmen. Sie haben das Bild meist völlig korrekt auf dem DV-Band und auch beim Drehen im Sucher der DV-Kamera. Fast alle anderen Varianten kämpfen damit, daß das Bild auf dem DV-Band seitenverkehrt und und auf dem Kopf stehend landet. Das gilt dann auch für die Sucherdarstellung. Als ich angefangen habe meinen Adapter zu bauen habe ich noch gedacht, daß ist kein Problem, das dreh ich einfach in der Post in Premiere richtig. Nachdem meine Mattscheiben Konstruktion fertig war, und ich mich der Schiene widmen musste, bin ich aber doch ins Grübeln gekommen. Es gibt zwar Tricks, über den Mirror Mode eines LCD-Suchers während des Drehs ein richtiges Bild zu sehen, aber dafür steht man immer seitlich zu DV-Kamera. Dies ist die billigste Lösung. Die zweite Lösung ist die Verwendung eines Kontrollmonitors. Das macht auch zur Schärfebeurteilung Sinn. Diesen kann man dann entsprechend gedreht am Konstrukt befestigen und sieht beim Filmen alles richtig. Nur leider gibt es kaum einen geeigneten Monitor mit entsprechender Auflösung, und teuer wird das Ganze dann auch. Ausserdem hat man bei beiden Lösungen dann ein falsch gedrehtes Bild auf dem DV-Band. Das läßt sich auch nur blöd schneiden, und erfordert dann wieder einen Zwischenkodierungsschritt auf dem Rechner, der Bildqualität kostet. Gesucht wird also eigentlich eine Lösung, die das Bildmaterial gleich richtig rum auf das DV-Band speichert. Gegen das auf den Kopf-Problem gibt es eine einfache Lösung, indem man die DV-Kamera einfach auf den Kopf stellt. Im Sucher ist das zwar immer noch doof, aber das Bild kommt erstmal richtig rum auf das Band. Alternativ nutzt man zwischen Mattscheibe und DV-Kamera ein Dove-Prisma, welches das Bild auch auf den Kopf stellen kann. Dies wäre jedoch eine weitere optische Komponente die das Bild beeinträchtigen kann, evtl. Licht schluckt und Geld kostet. Die Kamera auf den Kopf zu stellen ist da einfacher. Bleibt noch das Seitenverkehrte. Hier hilft leider keine andere Positionierung der Kamera und man muß auf eine weitere optische Komponente zurückgreifen. Entweder nutzt man ein Prisma oder einen Spiegel. Ich würde einen Spiegel bevorzugen. Dabei wäre ein Spiegel mit vorderer Spiegelbedampfung sicherlich besser. Bei einem Spiegel mit Hinterglasbedampfung, wie man ihn z.B. von Handspiegeln etc. kennt, würde das Licht noch zweimal durch das davorliegende Glas gebrochen werden, was zu vielerlei Problemen (Farbverfälschungen etc.) führen kann. Daher mag ich auch kein Prisma, da die verschiedenen Wellenlängen der Farben evtl unterschiedliche Wege darin gehen. Über einen Spiegel wäre also das Seitenverkehrte jetzt auch aufgehoben. Die Kamera steht dann 90 Grad zur Mattscheibe und auf dem Kopf. Das Bild landet richtig rum auf dem DV-Band. Ohne es auszuprobiert haben, glaube ich, daß im Mirror Mode jetzt auch ein richtiges Bild im LCD-Sucher der Kamera zu sehen sein wäre, und man damit in Schussrichtung richtig stehen kann ;-) Um ehrlich zu sein, werde ich selbst vermutlich trotzdem zusätzlich ein Extra-LCD an meinem Adapter befestigen. Einerseits brauche ich ihn als Ausgleichsgewicht, andererseits stellt er 16:9 korrekt dar (und ich kann im 16:9 Mode der Kamera filmen und kadrieren) und ich erhoffe mir doch Vorteile in der Schärfebeurteilung des Bildes im Vergleich zum LCD der DV-Kamera. ![]() Bild 10: Ausrichtung und Spiegel mit Schiene Als letztes Problem, welches ich im Augenblick realisiere, bleibt das Handling der Kamera bestehen, und hier speziell das Schärfeziehen. Wenn man sein Konstruktionsprinzip fertig hat, die optischen Probleme gelöst hat oder sich entschieden hat damit zu leben und auch das Bild vernünftig beim Drehen kadrieren kann und es auch richtig auf dem Band landet, dann muss man immer noch ... Scharfstellen. Wer schon einmal mit dem manuellen Fokus seiner DV-Kamera rumgespielt hat, weiß vielleicht, daß die meisten LCD-Sucher einer DV-Kamera (insbesondere im richtigen Consumer Bereich) die Schärfe nicht richtig darstellen können. Daher empfiehlt sich bei preiswerten Cams auch immer die Verwendung des Autofocus, der aber leicht pumpt. Bei einem 35mm Adapater wird das Problem noch größer. Je nach Kamera, ist es kein Problem die Mattscheibe sehr scharf zu stellen, und dann den Autofokus abzustellen. Aber über das LCD zu beurteilen, ob die Schärfeeinstellung an dem Spiegelreflexobjektiv (oder was auch immer man sich da vor die DV-Kamera geschraubt hat) korrekt ist, ist unglaublich schwierig. Nicht umsonst liest man bei allen möglichen Erfahrungsberichten, daß nach jedem Dreh sofort eine Kontrolle an einem echten Videomonitor stattfindet um festzustellen, ob die Schärfe okay ist. Solange es dabei um statische Einstellungen, also unbegete Kamera auf ein unbewegtes Objekt geht bleibt es auch nur bei dem Grundproblem. Wenn jetzt aber die Kamera oder das Objekt in Bewegung gerät, dann potenziert sich das Problem. Es muss nun während des Drehs die Schärfe unter Umständen nachgeregelt werden. Und dies mit den schwachen LCD's. Die eine Lösung heisst zum einen Videokontrollmonitor direkt an der Kamera. Aber selbst die teuren Sony EVB 9" Monitore sind zu groß und zu schwer dafür. Die aktuellen TFT haben eine zu geringe Auflösung. Ich tendiere trotzdem zu einem TFT, weil so ein derzeit günstiges 7" TFT immer noch eine höhere Auflösung als mein DV-Cam TFT hat. Ausserdem sind diese TFT in 16:9 verfügbar und erlauben mir damit auch das bessere kadrieren im 16:9 Modus meiner Kamera (da meine Canon MV530i die 16:9 im Sucher nur verzerrt darstellt). Das bedeutet, daß ich die Schärfe (man muss ja immer an den mobilen Einsatz denken) nur über diese TFT beurteilen kann. Aber ein anderes Problem kommt eben mit der bewegten Kamera auf mich zu. Also entweder einer kleinen Dollyfahrt oder einem Schwenk mit festen A und B Start- und Endpunkten, oder bei der Fokusverlagerung in einer statischen Einstellung wo zwischen Voder- und Hintergrund gewechselt wird. Als Lösung habe ich mir AB-Stopper ausgedacht. Das besteht aus zwei eigenen Ringen. Einer wird an einer feststehenden Stelle des Fotoobjektivs angebracht und hat zwei verstellbare Stop Stäbe. Der andere Ring wird an dem drehbaren Focus-Teil des Objektivs angebracht und hat einen Stab, der etwas verlängert ist und zwischen den Stäben des anderen Rings stoppt. Das würde so aussehen: ![]() Bild 10: Schärfestellringe Mein Adapter - DV35G Ich wollte auch so einen Adapter bauen. Durch die verfügbaren Beschreibungen waren mir als Probleme vor allem die Mattscheibe und die Verschmutzungsanfälligkeit bekannt. Diese Probleme wollte ich lösen. Leider habe ich am Anfang nicht auf das Seitenverkehrt/Auf-dem-Kopf Problem geachtet, was ich aber mit einer anderen Schienenkonstruktion und einem Spiegel, wie oben beschrieben beheben werde. Bei der Suche nach der idealen Mattscheibe stieß ich ja auf den Glasscreen der Firma Video-Optik.de. Dieser weist die bekannten Nachteile einer Mattscheibe nicht auf und der Vertrieb ist auch in der Lage Sondergrößen zu liefern. Später stellte ich fest, daß es auch noch einen Bosscreen gibt, der nach dem gleichen Prinzip hergestellt ist. Mit dem Glasscreen bin ich jedenfalls zufrieden. Er hat nach meinen ersten Experimenten keinen erkennbaren Hotspot (Bildmitte heller als die Ränder) und praktisch kein erkennbares Grain. Damit war dann auch die Namensgebung meines Adapters geklärt, da ich das G vom Glasscreen genommen habe (und nicht aus meinem Nachnamen, wie böse Zungen behaupten ;-) Das Verschmutzungsproblem ließ sich durch den Anschluß der Kamera über einen Balgen und Verschraubung mit dem Objektivgewinde der DV-Kamera lösen. Die Probleme Schiene für Seitenrichtig/Kopf gehe ich demnächst mit Spiegel und netter Konstruktion an, und das Schärfeziehen werd ich sicher durch den AB-Stop lösen und durch viel Ausprobieren und Erfahrung ;-) Last Update: Anfang 2006 ist mein DV35G soweit fertig gewesen, daß ich einen Kurzfilm mit ihm gedreht habe ('Mit Bande' im Menü Projekte) ... Naja. Nicht alle Ziele hatte ich erreicht, aber grundsätzlich funktionierte der Adapter. Wie der zum Schluß genau aussah kann man in der Entstehungsgeschichte nachlesen. Bessere Basics zum Thema und mehr Hintergründe findet man unter www.35mm-adapter.de. Da werden die Hintergrundinformationen auch besser gepflegt als hier auf dieser Seite (die werd ich ab heute nämlich nicht mehr anrühren :-)) Zum Thema AB-Stop gehts übrigens auch einfacher. Einfach mit Gaffa einen Stab an das Objektiv kleben und fertig ... :-))) Ich werde mein Ding jetzt unter dem Namen 35F weiterentwickeln ... dazu gibt es hier dann auch neue eigene Seiten ... viel Spaß beim Lesen :-))) (Alle Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber) |